VERORTET

Klaffende Lücke

Auf die Rente alleine ist kein Verlass: 806 Euro – so viel Geld wird jenen Menschen im Alter Monat für Monat durchschnittlich fehlen, die ausschließlich auf die gesetzlich vorgeschriebene Altersversorgung bauen. Das zeigt der Vorsorgeatlas Deutschland 2013 von der Union Investment und dem Forschungszentrum Generationenverträge der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Am wenigsten Geld haben Rentner in Ostdeutschland zu erwarten,am meisten die in Süddeutschland. Allerdings haben Letztere auch heute schon den höchsten Lebensstandard – und müssen deshalb im Alter relativ gesehen auch mit den höchsten Einbußen rechnen. Selbst wer eine Riester-Rente abgeschlossen hat oder in den Genuss einer Betriebsrente kommt, ist noch nicht vollständig auf der sicheren Seite. Viele sorgen noch zu wenig privat vor. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe erhält im Ruhestand voraussichtlich weniger als 55 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Durchschnittlich fehlt ihnen quer über das Land ein Betrag von 360 Euro im Monat. Wer sich hingegen über Aktienfonds, Immobilien und Co. zusätzlich absichert, kann im Schnitt drei Viertel seines letzten Bruttoeinkommens ersetzen. Die Altersversorgung funktioniert in diesem Fall über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg. Aufgrund der zumeist hohen Vermögenswerte schneiden die 50- bis 65-Jährigen dabei am besten ab: Sie haben pro Monat durchschnittlich 145 Euro mehr, als sie für eine ausreichende Versorgung bräuchten.

Die Karten stellen den monatlichen Betrag dar, der den Menschen im Alter – über die in der Studie definierte ausreichende Versorgung hinaus – bleibt. Ausreichend heißt, dass die Bezüge mindestens 60 Prozent des letztens Bruttoeinkommens betragen und über Grundsicherungsniveau liegen. Abgebildet wird die Gruppe, die umfassend vorgesorgt hat – sowohl gesetzlich als auch privat.

* Angabe in Euro