VERORTET

Wir müssen draussen bleiben

Je größer die Stadt, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs. Doch die gute Nachricht lautet: Nicht nur dort sinkt die Einbruchsquote

Ob es an den besser geschützten Türen und Fenstern liegt oder dem Einsatz der Polizei? Das verschweigt die Statistik zwar, doch verkündet sie einen erfreulichen Trend: Die Zahl der gemeldeten Einbrüche ist in Deutschland gesunken, ein Minus von 10,5 Prozent auf 151.265 Fälle.

Den stärksten Rückgang verbuchten das Saarland mit einem Miuns von 20,6 Prozent sowie Hamburg, Nordrhein­Westfalen und Bremen. Auch in Hessen und in Baden­Württemberg nahm die Einbruchszahl im zweistelligen Prozentbereich ab. Eine Zunahme gab es einzig in Sachsen und Sachsen­Anhalt – auf eher niedrigem Niveau. Die geringste Gefahr, zum Opfer von Einbrechern zu werden, droht den Bayern: Im Freistaat werden auf 100.000 Einwohner nur 58 Einbrüche notiert, in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin liegt das Risiko mehr als fünfmal so hoch. Trotz der erfreulichen Tendenz liegt die Zahl der Einbrüche deutlich höher als vor zehn Jahren. 2006 wurde deutschlandweit rund 106.000 Mal eingebrochen. Nicht verändert hat sich seitdem die Quote aufgeklärter Einbrüche: Sie liegt nach wie vor unter 20 Prozent.