Seine vollständige Bilanz legt Versicherungsombudsmann Professor Günter Hirsch zwar erst im Mai vor – aber der bereits veröffentlichte Tätigkeitsbericht 2017 deutet es jetzt schon an: Die Schlichtungsstelle hatte vergangenes Jahr wieder alle Hände voll zu tun. 15.549 Fälle, in denen sich Versicherte von Unternehmen und Vermittler unfair behandelt fühlten, wurden zum Abschluss gebracht; weitere 2560 waren zum Jahresende noch in Bearbeitung. Wie schon 2016 lieferten sich Eingaben gegen Lebensversicherer und Rechtsschutzversicherer ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Jeweils gut 4500 der insgesamt 19.384 eingegangenen Anträge entfielen auf die beiden Versicherungssparten. Mit weitem Abstand folgten dann Verfahren wegen Kfz-Haftpflicht- oder Kasko-Fällen (2809) und Gebäudeversicherungen (1417). 4429 Anträge mussten 2017 hingegen gleich abgewiesen werden: Die Schlichtungsstelle war entweder nicht zuständig oder der Beschwerdeführer zog den Antrag zurück. Im Vergleich mit den in Deutschland insgesamt abgeschlossenen 431 Millionen Versicherungspolicen bleibt damit aber die Beschwerdequote weiterhin sehr gering.