Der Boden hob sich, Risse spalteten Wände und Böden, Fenster und Türen verkeilten sich. Kein Erdbeben sorgte dafür, sondern schadhafte Bohrungen für Geothermie. Wasser war gleich bei 17 Bohrlöchern in die Hohlräume gelaufen und mit Gipskeuper in Berührung gekommen, wodurch dieser quoll und die Erde um bis zu einen halben Meter anhob. Und die 200 Häuser im schwäbischen Böblingen, die genau hier stehen.

Nun haben sich die Beteiligten zusammengerauft. Die Situation ist kompliziert: Die Bohrfirma war damals bei gleich zwei Unternehmen versichert, zuletzt hingegen bei einem dritten Anbieter. Diese drei Unternehmen haben sich jetzt darauf geeinigt, außergerichtlich per Schiedsverfahren zu klären, wer in welchem Umfang für die Schäden aufkommt. Ein Gutachter sitzt schon dran und leistet die Vorarbeit für die Entscheidung.