Sag mir, wie du endest, und ich weiß, wo du herkommst: So einfach ist das Internet. Wer in Deutschland lebt, hat ein .de am Ende. Zwar kommt nicht immer aus Tuvalu, was mit der Endung .tv im Netz zu nden ist, aber die Logik der globalen Internetverwaltung Icann ist schlüssig. Nun zieht mehr Vielfalt ein. Wer mag, kann sich inzwischen ein .bayern oder .berlin als Top-Level-Domain, also Internet-Endung zulegen. Oder die passende Endung zur Branche. Zum Beispiel: .versicherung.
Solche Endungen machen es leichter, so die Logik dahinter, im Netz gefunden zu werden. Registrieren dürfen sich nur zugelassene Berater, Vermittler, Aufsichtsbehörden, Service-Provider, Unternehmen und Verbände, was anhand von Zulassungslisten überprüft wird. Das kostet. Auch daher ist .versicherung im deutschsprachigen Raum nur etwa 2850-mal vergeben.
Im englischsprachigen Raum konkurrieren zwei Endungen miteinander, .insure und .insurance. Auch dort sind die Zahlen überschaubar: .insure ist derzeit 4229-mal vergeben. .insurance, erst seit Juni verfügbar, holt langsam auf.
Auch Firmennamen können von Icann als Endung akzeptiert werden. Bereits vor gut drei Jahren hat der französische Versicherer Axa als angeblich weltweit erstes Unternehmen damit begonnen, sich eine eigene Top-Level-Domain zuzulegen. Doch wer Websites mit der Endung .axa sucht, findet exakt eine: newstoprotect.axa, eine Nachrichtenseite. Übrigens nur auf Französisch.