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Sylvia Lier

Vorsitzende der Geschäftsleitung DB Rent

MOBILITÄT WIRD NEU GEDACHT

Für einen Abgesang mag es zwar zu früh sein, aber der Glanz des Autos als Prestigeobjekt verblasst doch sichtlich. Und zwar gleich auf zwei Ebenen: So geht beim Firmenwagen inklusive  privater Nutzung die Ära des Autos als Statussymbol langsam, aber sicher zu Ende. Gerade jüngere Führungskräfte wollen nicht mehr ihrer Leistungsbereitschaft im Job per BMW, Audi oder Mercedes Nachdruck verleihen. Vielmehr gilt ihr Interesse einer praktikablen und umweltfreundlichen Lösung für ihre berufliche wie private Mobilität.

Und die beschränkt sich nicht länger auf das eigene Auto. Mobilität wird neu gedacht. Immer stärker werden unterschiedliche Fortbewegungsmittel wie Bahn,  Carsharing oder das Leihfahrrad für die Mittagspause miteinander verknüpft. Die richtigen Anschlüsse – sie werden gerne leihweise gesucht.

Denn der gesellschaftliche Wandel zu neuer Mobilität wird von einem zweiten Gedanken flankiert – dem der Share Economy. Ihr Leitprinzip: Teilen statt besitzen. Weniger ist das neue Mehr. Das Auto verliert entsprechend auch im privaten Bereich an Prestige. Es ist teuer, steht überwiegend ungenutzt  herum und stellt vor allem in Großstädten zusehends eine Belastung dar.

In Deutschland, so malt es jedenfalls das Fraunhofer Institut aus, wird sich die Zahl der Autos entsprechend bis zum Jahr 2050 halbieren. Stattdessen gebe es Carsharing-Parkplätze und Radstationen an allen größeren Haltepunkten. Aber man muss gar nicht so weit in die Zukunft gehen. Schon heute sind Carsharing-Plattformen wie Flinkster das Rückgrat der Kultur des Teilens und ein wichtiger Bestandteil der neuen Mobilität.

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