Weil sie Terroristen unterstützten, hätten sie eine Mitschuld an den Ereignissen vom 11. September: So argumentieren US-Versicherer, die Saudi-Arabien verklagen. Es ist der zweite Anlauf, nachdem ein erster Versuch 2015 scheiterte. Die Gesetzeslage hat sich verändert, seitdem der US-Senat den Justice Against Sponsors of Terrorism Act verabschiedete, der Privatklagen gegen ausländische Staaten erlaubt. Voraussetzung ist, dass der Staat begründet verdächtigt wird, an der Planung, Durchführung oder Finanzierung von Terroranschlägen beteiligt gewesen zu sein. Die Versicherungen sehen eine Mitschuld durch eine Beteiligung hochgestellter saudischer Persönlichkeiten an der Finanzierung sunnitischer Extremisten. Deshalb, so die Klageschrift, sei Saudi-Arabien den Versicherungen 6 Milliarden Dollar schuldig. Mindestens.