VERORTET

Fährt wie von selbst

Erdbeben sind auch in Deutschland an der Tagesordnung. Größere Schäden gibt es hierzulande aber selten. Doch nicht überall entspricht die Absicherung dem Risiko

Die Erde ist ständig in Bewegung. Im Schnitt dreimal pro Woche ereignet sich weltweit ein Beben der Stärke sechs. Was dramatisch klingt, schafft es allerdings selten in die Schlagzeilen. Denn wenn die Epizentren in entlegenen Regionen oder großer Tiefe liegen, richten die Beben in der Regel nur geringe Schäden an. Megabeben der Stärke acht gibt es statistisch nur einmal jährlich. Auch in Deutschland bebt die Erde. 2017 registrierte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe 28 Erdstöße einer Magnitude von 2,5 oder mehr. Häufig lag das Epizentrum außerhalb Deutschlands, die Erschütterungen strahlten aber hierher aus.
Das stärkste deutsche Beben ereignete sich 2017 im April bei Leipzig. Es hatte eine Magnitude von 3,0 – vergleichbar mit dem Vorbeifahren eines schweren Lkw.
Gefährlicher als die von Plattenverschiebungen ausgelösten Beben sind hierzulande andere Erdbewegungen: Felsstürze, bei denen Teile einer Bergwand wegbrechen, Erdrutsche nach Unwettern und Erdsenkungen beim Einbrechen natürlicher Hohlräume.