3D-Druck im Alltag

Sollte in Zukunft wirklich jeder einen 3D-Drucker zu Hause stehen haben, müssten Hersteller wie Lego mit Haftungsausschlussklauseln sicherstellen, dass sie bei unsachgemäßem Gebrauch nicht verantwortlich gemacht werden. Realistischer ist vorerst die Lösung, die Barilla anstrebt: Es gibt bestimmte Restaurants oder Läden, in denen Fachpersonal die 3D-Drucker bedient. So könnten die Hersteller sicherstellen, dass die Qualitätsstandards stimmen.

Auch für diesen Fall sind Versicherungslösungen denkbar, die ähnlich schon für andere Technologien auf dem Markt sind. So gibt es zum Beispiel Policen für IT-Firmen, die Computersysteme für Unternehmen aufsetzen. Bricht ein solches System zusammen, muss nicht nur das Gerät repariert werden, sondern das Unternehmen muss auch für den Umsatzausfall entschädigt werden. Eine 3D-Druck-Versicherung könnte ähnliche Leistungen abdecken.

Die öffentliche Diskussion kreist aber derzeit noch um ganz andere Szenarien. So veröffentlichte ein amerikanischer Student vor Kurzem im Internet eine 3D-Vorlage für eine Plastik-Pistole. Was passiert, wenn solch ein Verfahren in Umlauf gerät?

Gefahren aus dem Drucker

Letztlich wird sich die Gesellschaft über die Gefahren der neuen Technik verständigen müssen. Und auch über die ethischen Grenzen bei der Frage, ob man Organe oder Fleisch im 3D-Drucker herstellen sollte. Trotz solcher Bedenken empfiehlt Buckle, die Chancen der neuen Technologie wahrzunehmen. Zumindest bei den geschäftlichen Risiken kann die Versicherungsbranche Hilfestellung leisten. „Das ist unsere Rolle“, sagt er. „Wir ermöglichen technischen Wandel, indem wir Risiken einschätzen und, wo immer möglich, diese Risiken auch übernehmen, wenn Kunden sie als zu groß wahrnehmen”.

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