China verabschiedet sich von der Ein-Kind-Politik – nicht ohne den Hintergedanken, dass die Zweitkinder demnächst die rasch wachsende Zahl an Alten versorgen können. Die Behörden erwarten durch das Ende der Ein-Kind-Vorgaben bis 2050 etwa 30 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte. Dann wird es allerdings nach UN-Schätzungen bereits rund 440 Millionen Chinesen jenseits des 60. Geburtstags geben, für deren Renten immer weniger Arbeitskräfte aufkommen müssen. Deshalb wird das Konzept „Lebensversicherung“ verbreitet: Jeder schützt sich selbst vor der Armut im Alter.

Allerdings mangelt es vielen chinesischen Versicherern in diesem Bereich an Know-how. Sie holen sich fehlende Expertise über Produkte, Prämien und Technologien aus dem Westen, indem sie strategische Partnerschaften eingehen oder Unternehmen komplett übernehmen.

Nehmen die Chinesen das Produkt Lebensversicherung an, kann Chinas mit zweistelligen Zuwachsraten boomender Versicherungsmarkt weiter wachsen. Bereits bei Jahresende könnte er der drittgrößte der Welt sein.